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Trusted Computing

Trusted Computing wird kommen. So ähnlich wie der nächste Nahostkrieg, nur das noch keiner so genau weiß, wen die Amis angreifen wie das System genau aussehen wird.

Die grundsätzlichen Komponenten sind schon heute vorhanden. Es gibt eine Trusted Computing Group (TCG), der eigentlich alle wichtigen Computerhersteller angehören. Hier sollen die Standards entwickelt werden.

Kern des Trusted Computing ist ein sogenannter Trusted Plattform Module (TPM), das eigentlich einer mit der Hardware verbundenen Smartcard entspricht. Hier sollen verschiedene Schlüssel sicher gespeichert werden.

Das Idee dahinter klingt eigentlich ganz vernünftig. Dem Benutzer soll ermöglicht werden, dass Daten sicher verschlüsselt werden können und eine sichere Authentifizierung von Programmen, Personen und Daten möglich sein. Damit kann ein Benutzer dieses Systems die Herschaft über seine Daten behalten.

Auf der anderen Seite haben die Content-Verwerter Trusted Computing für sich entdeckt. Sie haben durch diese Technologie den Schlüssel zur vollständigen Kontrolle der Mediennutzung durch den Endverbraucher in der Hand.

Möglich ist beispielsweise folgendes Szenario: Ein Videoverleih im Internet bietet Filme zum Download an, mit der 25MBit ADSL2+-Leitung zu Hause kein Problem. Um die Filme ansehen zu können, müssen sie zunächst entschlüsselt werden. Dies geschieht mittels eines Schlüssels, der im TPM gespeichert ist. Dieser Schlüssel musste zuvor vom Videoverleiher erworben werden und ist nur auf diesem einen Abspielgerät gültig. Damit wird verhindert, dass der Film illegal kopiert werden kann.

Soweit klingt das ja alles ganz toll. Denkt man aber weiter und überträgt das Szenario zu Musik, dann wird das Problem schnell klar. Da der Schlüssel eben nur für das eine Gerät gültig ist, kann ich meine Musik nicht mehr auf dem MP3-Player abspielen oder eine CD fürs Auto brennen.

Und was passiert, wenn das registrierte Abspielgerät kaputt geht? Ist dann meine ganze wertvolle Musik- und Filmesammlung wertlos, weil ich den Schlüssel nicht mehr besitze? Genau so sieht es wohl aus.

Darum kann ich mich dem Zitat von Volker Weber (aka vowe)

Repeat after me: DRM is bad for the customer.

nur anschließen.

Die Frage, die sich stellt, ist, wollen wir unser Geld Firmen geben, die uns nicht vertrauen? Wollen wir ihnen Vertrauen entgeenbringen, dass nicht erwidert wird?

Ich denke nein. Das Problem ist, Trusted Computing wird kommen. In welcher Form das passiert ist allerdings noch offen. Hier kommt der Konsument ins Spiel. Irgendwer muss das G’lump ja auch kaufen.

Wir haben es also selber in der Hand, ob wir die Kontrolle behalten, oder ob andere über unsere Daten bestimmen. Und genau deswegen muss ich die Aussage des folgendes kurzen Videos unterstützen.

[via vowe]

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